Die Funktionsweise der H3-Antenne

Die H3-Antenne und das Prinzip der Lecherleitung
Die H3-Antenne ist nach dem Prinzip der Lecherleitung aufgebaut. Diese von den österreichischen Physiker Ernst Lecher entwickelte Vorrichtung wurde schon von Heinrich Hertz benutzt, um die Länge von elektromagnetischen Wellen zu bestimmen.
Wie so eine Lecherleitung funktioniert, macht  eine interaktive Grafik am Beispiel der H3-Antenne verständlich.

Hier geht man davon aus, dass sich auf dem einen Leiter eine elektromagnetische Welle hinbewegt und auf dem zweiten parallel geführten Leiter wieder zurück läuft. Die Wellenbewegung der „Hinwelle“ überlagert sich mit der Wellenbewegung der „Rückwelle“. Als Resultat dieser Überlagerungen entsteht eine sogenannte „Stehende Welle“, die immer an den selben Stellen in dem System Schwingungsbäuche (Maxima) und Schwingungsknoten (Minima – Nullpunkte) erzeugt. Aus den Abständen dieser Knoten lassen sich die Wellenlängenhalbe der hin- und herlaufenden Wellen ermitteln.

Mit der interaktiven Grafik können Sie die Zusammenhänge selber ausprobieren. Mit den Einstellungen „Induktiv“ und „Kapazitiv“ kann man den „Versatz“ von jeweils 1/4 der Wellenlängen erkennen. Es wird durch Beobachtung der Stehenden Welle klar, sich an den Knotenpunkten problemlos die einen Kurzschluss der Energien erzeugenden Schieber positionieren lassen. Die Stehende Welle wird dort nicht beeinträchtigt. Würde man die Schieber jedoch nur um wenige Millimeter verschieben, bricht die Energie auf der Antenne zusammen und ein wirksamer Empfang dieser Welle wird nicht mehr erreicht.

Auf diese Weise filtert die Antenne die erwünschten (eingestellten) Signale von den unerwünschten (nicht eingestellten Signalen) und ermöglicht somit eine physikalisch wirksame Trennung, die bei der Beurteilung und Interpretation von Strahlungseinflüssen eine große Hilfe bedeutet.

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