Geomantie

Das Geheimnis des guten Platzes

Genius Loci -  Geist des Ortes

Im Industriezeitalter erscheint es nur sehr schwer nachvollziehbar, aber in allen alten Kulturen spielte der Geist des Ortes, lat. genius loci, eine wichtige Rolle, wenn es darum ging, den richtigen Platz für Siedlungen oder Kulteinrichtungen zu bestimmen.

Ein gut erhaltenes Mosaik in Herculaneum, das 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuv untergegangenen ist, zeigt eine Schlange, die sich um einen runden Altarsockel windet.

Die Schlange galt zu der Zeit als Symbol für den mit dem Ort verbundenen Geist. Die Opfergaben, die ihr auf dem Altartisch dargebracht werden, deuten auf eine tiefe Achtung hin, mit der die Römer ihrem Ortsgeist begegneten…

Das antike Mosaik zeigt aber auch einen nackten Knaben, der überrascht die Schlange bei ihrem Opfermahl antrifft. Sinnigerweise trägt der Knabe in seiner rechten Hand einen Zweig (Hinweis auf eine Rhabdomantie, d.h. Weissagung mit Stäben), während seine linke Hand auf seinen Mund zeigt (Andeutung seiner Wahrnehmung). Wenn man von oben schaut, windet sich die Schlange im Uhrzeigersinn um den Opfertisch und ist gerade dabei, das ihr dargebrachte Mal zu verzehren. Die Windung der Schlange um den Tisch symbolisiert eine Positivierung des Platzes (durch Rechtsdrehung im Sinne der Radiaesthesie).

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